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Lubuntu, Xubuntu und Ubuntu Mate 16.04 auf dem Raspberry Pi2 oder Pi3 installieren

Der Raspberry Pi hat sich schon lange als Bastelcomputer einen Namen gemacht. Aber auch einem vollwertigen Linux-Desktop steht nichts mehr im Weg. Raspian gibt es ja schon ewig mit grafischer Oberfläche, auch Ubuntu Mate stellt schon länger Images für den Raspberry Pi bereit. Mit der Ubuntu-Version 15.10 wurde die Liste an Betriebssystemen für den Raspberry Pi noch um Lubuntu und Xubuntu erweitert.

Mittlerweile gibt es von Ubuntu die Version 16.04 LTS, welche 5 Jahre mit Updates versorgt wird. Und eben diese Versionen wollte ich einmal testen um zu sehen, ob der Raspberry Pi auch als Desktop-PC geeigent sein könnte.

Getestet habe ich auf einem Raspberry Pi2, wobei die Images auch auf dem Nachfolgermodell Pi3 verwendet werden können.

Von der Performance war ich eigentlich positiv Überrascht. Ubuntu Mate, Xubuntu und Lubuntu funtionierten einwandfrei. Selbst Programme wie LibreOffice liefen einigermaßen Performant. Als MicroSD-Karte sollte man natürlich die schnellste verwenden die man bekommen kann, ansonsten ist nicht mehr weit her mit der Nutzererfahrung. Aber mit der passenden MicroSD-Karte erhält man ein durchaus brauchbares System.

Aber nun zur Installation. Dazu muss natürlich das gewünschte Image zuerst einmal heruntergeladen werden. Auf der Webseite https://ubuntu-pi-flavour-maker.org/download/ können wir dies erledigen. Da es sich um komprimierte Images handelt entpacken wir dieses noch vorher.

Nach dem Download/Entpacken schreiben wir da jeweilige Image mit einem PC auf die MicroSD-Karte. Unter Windows kann man dies zB mit dem Win32 Disk Imager erledigen, unter Linux kann man dies zB mit dd erledigen. In dem Artikel Raspbian auf dem Raspberry Pi2 installieren bin ja bereits näher auf dieses Thema eingegangen.

Für Linuxuser nocheinmal die Befehle für das Terminal.

sudo dd bs=4M if=DATEINAME of=/dev/mmcblk0
Alternativ
sudo dd bs=4M if=DATEINAME of=/dev/sdx

Der DATEINAME entspricht natürlich dem Dateinamen inkl. Dateiendung des jeweiligen Images

Lubuntu - lubuntu-16.04-desktop-armhf-raspberry-pi.img
Xubuntu - xubuntu-16.04-desktop-armhf-raspberry-pi.img
Ubuntu Mate - ubuntu-mate-16.04-desktop-armhf-raspberry-pi.img

Das Laufwerksverzeichnis ihrer SD-Karte ist natürlich individuell. Um ihren heraus zu finden geben sie in ihrem Linux-Termial lsblk ein.

Nachdem das Image auf die MicroSD-Karte geschrieben wurde setzen sie diese in ihrem Raspberry Pi ein und versorgen diesen mit einem Netzteil. Bildschirm, Tastatur und eine Maus sollten ebenfalls nicht fehlen.

Danach kanns auch schon direkt mit der Installation losgehen. Ich habe schon eine Schritt für Schritt Anleitung zur Installation von Linux Mint erstellt und erspare mir daher in diesem Artikel wieder sämtliche Bilder, da sich die Installationen kaum voneinander unterscheiden, beim Raspberry Pi ist sie sogar noch einfacher.

In Kurzform:

  1. Sprache auswählen
  2. Standort festlegen (wird bei einer Internetverbindung automatisch anhand der IP-Adresse ermittelt)
  3. Tastaturbelegung auswählen
  4. Benutzer anlegen (bei automatischem Login ohne Passwort „Automatisch anmelden“ markieren)

 

Tja ein paar Minuten später ist die jeweilige Distribution auch schon installiert. Damit eine Änderung des Tastaturlayouts auch erkannt wird, muss das System nach der Installation neu gestartet werden.

 


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